Tee - ein Nationalgetränk

Tee - ein Nationalgetränk

Obwohl die Ostfriesen noch nicht einmal 2 % der Bevölkerung der Bundesrepublik stellen, werden in Ostfriesland 25 % des gesamten deutschen Teeimports verbraucht. Der Verbrauch pro Kopf beträgt pro Jahr 3,5 kg (zum Vergleich: im übrigen Bundesgebiet ca. 200 Gramm). Ostfriesland wird somit zu Recht als Land der Teetrinker bezeichnet.

Im westlichen Europa kennt man den Tee, den niederländische Ostindienfahrer mitbrachten, seit Anfang des 17. Jahrhundert. Die regen Handelsbeziehungen mit den Niederländern brachten den Tee zum Ende dieses Jahrhunderts auch nach Ostfriesland. Der bis dahin sehr hohe Bierverbrauch ging dadurch zurück.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts hat sich der Tee als allgemeines Getränk in allen Bevölkerungsschichten Ostfrieslands durchgesetzt und ist ein Volksgetränk geworden.

Zu einer echten "Ostfriesischen Teestunde" gehören neben der richtigen Zubereitung mit weichem Wasser natürlich auch der Kandis (Kluntje) und die Sahne (Wulkje oder Rohm). Zu jeder Teepause gehören 3 Tassen Tee! Der Volksmund sagt: "Dree Tassen sind Ostfreesenrecht". Wen wundert es da noch, daß es in Norden ein spezielles Teemuseum gibt.

Tee nach Ostfriesenart:

•Porzellankanne mit heißem Wasser ausspülen
•Pro Person einen Teelöffel Tee in die Kanne geben.
•Mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen bis nur die Teeblätter bedeckt sind. Etwa 5 Minuten ziehen lassen.
•Die Kanne je nach Tassenzahl mit kochendem Wasser auffüllen und auf ein Stövchen stellen.
•In jede Tasse einen Kluntje geben und den Tee darübergießen.
•Mit einem Sahnelöffel die Sahne ringförmig in die Tasse geben, so daß sich ein "Wölkchen" bildet.

Probieren Sie zum Tee doch einmal den leckeren Ostfriesischen Schneckenkuchen.

Empfehlungen:

•Das Ostfriesische Teemuseum in Norden bietet Ostfriesische Teezeremonien und Teeseminare an.
•Das Buch vom Tee von Johann Haddinga - Eine umfassende Dokumentation

Quelle: Link.